Workshops 2011

 

Workshop 2

Social Contract 1.0: Verdammt zum Arbeiten wie verrückt?! - Das Zeitalter der Depression

Impulsgeber: Prof. Dr. Heiner Keupp, LMU München
Moderation: Dr. Markus Weingärtner, IHK München/Oberbayern

Die traditionellen Berufswelten haben die Menschen in hohem Maße in Beschlag genommen, aber sie haben auch institutionelle Sicherheiten geboten. Die heutige Arbeitswelt ist gekennzeichnet von einem hohen Maß der Deregulierung und einer sich ständig steigernden Verdichtung und Beschleunigung. Zugleich ist es zu einer „Subjektivierung der Arbeit“ gekommen, in der zwar die Initiative und die Motivation der Beschäftigten sehr viel mehr gefragt ist, aber sie werden auch zu „Arbeitskraftunternehmern“. In dieser Entwicklung ist eine Entgrenzung der Arbeitsbedingungen angelegt. Die Menschen passen sich immer mehr der unaufhaltsamen Beschleunigungsdynamik an. Der gesellschaftliche und berufliche Fitness-Parcours hat kein erreichbares Maß, ein Ziel, an dem man ankommen kann, sondern es ist eine nach oben offene Skala, jeder Rekord kann immer noch gesteigert werden. Hier ist trotz Wellness-Industrie keine Chance, eine Ökologie der eigenen Ressourcen zu betreiben, sondern in einem unaufhaltsamen Steigerungszirkel läuft alles auf Scheitern und einen Erschöpfungszustand zu. Die steigenden Depressionsraten sind der Beleg dafür. Es stellt sich zunehmend die Frage, wie in den fluiden modernen Berufswelten Grenzen eingezogen werden können, die die psychosoziale Gesundheit nicht nur schützen, sondern auch fördern.

Workshop 3

People X.Y.: Digital Lifestyle – Lernen von den Vorreitern

Impulsgeber: Dr. Willms Buhse, DoubleYUU
Moderation: Stephan Grabmeier, Deutsche Telekom AG

Qualifizierte Berufseinsteiger erwarten heute die Verfügbarkeit sozialer Software am Arbeitsplatz. Für sie gehört vernetztes Arbeiten und hierarchiefreie Kommunikation zur Sozialisation. Sie verbinden moderne Informationstechnologie mit einem innovativen Unternehmen. Für etwa zwei Drittel ist dies laut einer aktuellen Accenture-Studie ein wesentliches Kriterium bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Die Digital Natives, die Internetgeneration die jetzt in die Unternehmen drängt, fordert diese neue Arbeitswelt massiv ein.

„Das Auftreten und Selbstbewusstsein der Digital Natives entzaubert die Eliten und alten Hierarchien“, so Meinolf Ellers, Geschäftsführer dpa mediatec. Digital Natives fordern und begleiten einen Modernisierungsschub in der Unternehmenskultur, im Führungs- und Managementstil. Enterprise 2.0 kann helfen, schneller bessere Antwortstrategien für die Herausforderungen dynamischer und komplexer Märkte zu finden. Und: Enterprise 2.0 Unternehmen verfügen über einen Wettbewerbsvorteil, weil es ihnen besser gelingt, die Potenziale ihrer Mitarbeiter zu erschließen.

Workshop 4

Enterprise 2.0: Die Talentmacht der Zukunft - Antimainstream im Recruiting

Impulsgeber: Jela Götting, adidas; Sebastian Weber, Microsoft; Marco Holzapfel, McDonald's Deutschland
Moderation: Gero Hesse, Queb e.V.

Recruiting an sich ist ein alter Hut. Es wurde schon immer rekrutiert – in guten Zeiten viel; in schlechten Zeiten eher nicht. Heute allerdings sind die Herausforderungen andere: global, multimedial, social-medial bei gleichzeitig schwindenden Bewerberzahlen. Das, was zum Jahrtausendwechsel als „War for Talents“ prognostiziert wurde, ist längst Wirklichkeit geworden. Und eben hier gibt es Unternehmen, die mutig und anders völlig neue Wege einschlagen. Da gibt es Evangelisten an Stelle von Recruitern, Interviews ohne CV-Kenntnis, und Spiele anstatt Assessment Center... Kurzum: es werden völlig neue Wege im Recruiting eingeschlagen. Es werden Muster gebrochen – mit dem Ziel auch in Zukunft als Unternehmen auf die wichtigste Ressource Mensch ausreichend zurückgreifen zu können.

Workshop 5

Enterprise 2.0: Das Ende der Hierarchie!? Führung in Zeiten von Enterprise 2.0

Impulsgeber: Hermann Demmel, SportScheck
Moderation: Angela Titzrath-Grimm, EvoBus GmbH / Daimler AG

Das Ende der Hierarchie? Eine provokante Fragestellung, die den Nerv der Zeit trifft. Der Vortrag skizziert die Vor- und Nachteile von Hierarchieformen. Die Teilnehmer sollen angeregt werden, durch die skizzierten Gedankenspiele, selbst eine Antwort auf diese Frage zu bekommen. Spannend ist hierbei die Umsetzung im Unternehmensprozess. Der Vortrag gibt Antworten darüber, welche Bedingungen erfüllt sein müssen und wie ein möglicher Begleitprozess aussehen kann, damit hierarchiefreie Räume erst möglich werden.

Workshop 6

HR 3.0: Der Weg von Human Resources zu Resourceful Humans – Innovative Unternehmenskulturen: Überflüssig oder treibend?

Impulsgeber: Heiko Fischer, RH Consulting
Moderation: Imke Keicher, ikmc Zürich

Der Weg von Human Resources zu Resourceful Humans kann nur durch gelebte Innovationskultur entstehen. Jeder Teilnehmer soll nach dem hoch-interaktiven Workshop für sich entscheiden, ob er dies als treibend oder überflüssig empfindet.

Nach einer kurzen Vorstellung des ‚Way of Resourceful Humans’ und der Idee "Starfish" agieren die Workshop Teilnehmer gemeinsam als Board der Starfish Group. Dabei ist die gemeinsame Aufgabe, die erfolgreiche Integration und Ziele-Definition eines neuen CRHOs für das fiktive Unternehmen zu entwickeln.

Veranstalter

HR Alliance Arbeitskreis Personal Marketing Goinger Kreis Selbst GmbH e.V.

Location-Partner

HypoVereinsbank

Sponsoren

HayGroup
Promerit
Jobware

Medienpartner

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